An Ostern war sie noch zuhause, stand kurz vor ihrere OP: Hirntumor.
Die OP war sehr schwer und sehr lang, 10 Stunden. Danach hatte sie noch einen Hirninfakt und Blutungen. Man hatte sie in ein kuenstliches Koma gelegt, aber nun, wo sie aufwachen sollte, will sie nicht mehr.
Sie 'schlaeft' einfach weiter. Die Atmung ist sehr schwer, weil sie sehr verschleimt ist und sie das nicht alles absaugen koennen.
Man hat uns 3 Moeglichkeiten mitgeteilt, abhaengig davon wie die naechsten Tage laufen:
- es wird schlechter und sie stirbt an 'Ersticken'. Sie bekommt dann Schmerzmittel und
wuerde nichts weiter davon mitbekommen
- sie wirb/bleibt stabil und kommt in eine Intensivreha um das Gehirn zu stimulieren
und sie langsam aufzuwecken. Vielleicht.
- sie kommt in ein Hospitz oder nach Hause und stirbt dann irgendwann
Der Hirntumor war sehr boesartig und wird nachwachsen. Also sterben wird sie auf jeden Fall. Auch wenn sie sich irgendwann durchwurschtelt und aufwacht wird es 'nur' dafuer sein, alles nochmal durchzustehen und dann doch zu sterben. Allerdings glaube ich nicht dass sie nochmal aufwacht. Bzw, sie ist vielleicht soweit wach, aber wir 'sehen' das nicht. Das ist auch der Teil der mich so aengstigt. Dass sie leidet, dass sie merkt, dass nichts mehr richtig funktioniert, dass Angst hat, weil sie keine Luft bekommt.
Ganz ganz schlimme Gedanken die mich total quaelen. Plus der Gedanke dass sie bald nicht mehr bei uns sein wird.
Sie ist, war, die Seele der Familie. Hat sich immer schwer gekuemmert. Was mich troestet ist, dass wir immer sehr gut miteinander auskamen, viel miteinander gereist sind, viel unternommen haben. Aber das koennen wir nun nicht mehr.
Nie wieder.
Koennte nur noch heulen.
Heute ist ein Gespraech mit dem Arzt. Da wird er vielleicht vorschlagen sie sterben zu lassen. Keine Ahnung wie ich das ueberstehen soll.
Moechte gerne stark sein und schaffe es so garnicht.