Gehe ja davon aus, dass ich nicht der einzige bin, dessen Träume geplatzt sind. Wie geht ihr damit um? Meine beiden Töchter (mein Ein und Alles) leben bei meiner Ex. Das hat sich so ergeben, bei mir schon aus beruflichen Gründen. Hat mich jemand gefragt? Auf einmal lebst du wieder alleine in einer Wohnung wie vor 20 Jahren... nur mit viel Weg dazwischen. Mein Traum... glückliche Beziehung / Familie / Kinder... wie wenn ein Kartenhaus zusammenfällt. Mit dem Zusammenfallen fällt wie auch der Lebenswille zusammen - habe schon oft an Selbstmord gedacht. Was mich am Leben hielt/hält sind meine beiden Töchter. Auch hier - es tut furchtbar weh zu sehen und zu spüren, wie sie sich langsam Stück für Stück von mir entfremden. Es fehlt einfach der alte Alltag - das "normale" Zusammensein. Klar - in der Zwischenzeit beide erwachsen - 19/23 - aber dennoch. Wenn ich sie sehe tuts höllisch weh. Die alte innige Nähe ist einfach weg. Loslassen - ja, wenn das so einfach wäre. Ich lebte für die Familie - und jetzt?
Michael Rudolf Widmer - Institut Vita Plus - Forum » Beziehung, Partnerschaft, Ehe, Familie
Trennung - Scheidung- Schmerz
(5 posts)-
vor 1 Jahr veröffentlicht #
-
Hallo Claude - nein bist Du nicht. Kenn das auch. Lass den Kopf nicht hängen. Zu dieser Zeit habe ich mich einfach damit abgefunden, dass ich scheinbar das grösste A.. der Welt bin. Glaube mir - das tut weh. Es war eine Entwicklung. Ich habe für mich lernen müssen, dass nur ich mir nahe sein kann, dass nur ich mir was zu sagen habe, dass nur ich der bin, der mich glücklich machen kann und im innersten weiss, was er braucht. Sobald ich mich an das "gewöhnt" hatte, abgefunden hatte, war mein Leben wieder einfach. Ich war nur noch ich. Ich wollte auch gar keine Frau mehr - hasste sie alle. Genoss nur noch mein Sein. Je mehr ich genoss und einfach noch mich war, umso mehr entspannte sich mein Sein.In der Zeit gönnte ich für eine Weile auch eine Lebensberatung. Die hielt mich am gehen. Heute - einige Jahre später lebe ich wieder in einer glücklichen Beziehung. Es ist vieles möglich - gib nicht auf - schau einfach zu Dir und schau dass es Dir gut geht. Cliff
vor 1 Jahr veröffentlicht # -
Ne - der einzige bist Du wahrhaftig nicht! Ging / geht mir ähnlich - wäre ja alles "halb" so schlimm, wenn nicht noch "Unschuldige" im Spiele wären - eben Kinder. Meine sind nun aus all dem draussen. Aber dennoch - es ist nicht mehr wie es war. Das ist halt der Preis für die Freiheit und für die Möglichkeit wirklich wieder für sich schauen zu können, seine Werte leben und beachten zu können. Herrlich und ein Genuss wenn man das mit einer Person teilen kann die ähnlich fühlt oder es zumindest versteht und einen deshalb dennoch liebt oder respektiert.
JRSvor 1 Jahr veröffentlicht # -
Hallo, ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen. Mir geht es im Moment ganz ganz schlecht, meine Lebensgefährtin hat sich von heute auf morgen von mir getrennt. 6 Jahre waren wir zusammen. In der letzten Zeit war sie nicht mehr glücklich sagt sie. Sie hat daher den Entschluß gefaßt, daß sie eine Auszeit braucht und sie trennt sich von mir. Am Wochenende zieht sie wieder 300 km entfernt nach Hause. Ich liebe sie so sehr und bin total fertig. Für mich war immer alles ok und ich dachte wir werden alt zusammen. Sie sagt, ich hätte noch eine Chance, aber sie muß jetzt selbst zu sich finden. Sie ist selbst so unglücklich und sie kann nicht sagen, was weiter sein wird. Sie weiß und sieht wie ich leide, seit 6 Wochen weiß ich es, und sie will mir nicht weh tun. Aber sie liebt mich nicht mehr. Sie weiß selbst über ihre Gefühle nicht Bescheid und braucht jetzt diese Auszeit. Das Verhältnis zu ihr wo sie noch da ist ist halbwegs normal, außer, daß ich fertig bin. Viel weine und nicht weiß wie es weitergeht. Ich habe Angst, große Angst sie zu verlieren und daß es nichts mehr wird. Sie sagt, ich habe noch immer eine Chance, aber ich sehe sie nicht. Ich weiß ich müßte stark sein, aber ich kann es nicht. In 4 Wochen habe ich 16 kg. abgenommen. Ich kann nichts mehr essen, habe mit nichts mehr eine Freude. Helfen kann mir eigentlich niemand. Sie sagt auch ich kann jetzt gar nichts mehr tun. Ich habe es nicht mehr in der Hand, es kommt auf sie an, ob das Gefühl für mich wieder kommt oder nicht. Sie kann mir nichts sagen und will mir nichts versprechen. Sie braucht jetzt Zeit ganz alleine um selbst draufzukommen was sie will und ob das Gefühl noch einmal kommt. Ich bin in ein Loch gefallen, aus dem ich kein Entkommen sehe. Sie sagt sie hat das ganz alleine beschlossen und mit sich ausgemacht, es hat sie niemand beeinflußt. Es gibt auch keinen anderen, was ich ihr auch glaube. Sie kämpft schon lange mit sich, aber ich hätte das nicht bemerkt. Im Grunde ging es um Kleinigkeiten die ein Großes wurde. Mithilfe im Haushalt, ich hätte mich gehen lassen, usw. Ich will sie unbedingt zurück und jedes Gespräch führt immer zum selben. Ich suche den Strohhalm, sie will in mir nicht geben, weil sie sagt sie weiß nicht was kommt. Bei ihr. Sie will mir ncihts versprechen, weil dann kommt das Gefühl nicht mehr und dann breche ich wieder in einigen Monaten zusammen. Sie will auch keine Zeit nennen, aber wir können in Kontakt bleiben. Besuche, Telefonate unsw. Aber ich soll sie nicht bedrängen. Gemeinsame Freunde mit denen ich gesprochen habe sagen auch ich kann jetzt gar nichts machen. Es nur akzeptieren. Aber es geht nicht, ich denke immer an sie, habe schon Angst vor dem kommenden Wochenende wenn sie geht. Sie nimmt auch alles mit, hat schon einen neuen Job und nimmt alles mit. Sie will mit allen abschließen. Für mich ist das so endgültig und ich weiß wirklich nicht mehr was ich tun soll. Ich habe mich geändert, das sagt sie sieht sie auch. Und ich weiß von Freunden, daß sie sagt, wenn es immer so gewesen wäre, dann wäre es gar nicht so weit gekommen. Aber sie ist sich nicht sicher, ob das auch so bleibt. Ich würde wirklich alles tun, damit wir wieder zusammen kommen und glücklich sind. Aber ich weiß nicht was ich tun soll. Alle sagen, ich soll sie nicht bedrängen, sie muß selbst draufkommen. Es geht nicht. Ich versuche es, aber ich fange immer vom selben zu reden an. Ich habe mit nichts mehr Freude, lache nciht mehr, weine nur viel und denke, denke, denke. Dazu kommt die Angst wenn sie weg ist. Ich weiß bedrängen ist so schlecht, aber was soll ich tun. Ich kann aus meiner Haut nicht heraus. Ich bin immer so unruhig, besonders in der Früh geht es mir ganz schlecht. Ich denke immer daran und komme da nicht heraus. Ich habe nur einen Wunsch, daß wir wieder zusammen kommen. Was soll ich nur machen. Mir hilft es nichts, sagen zu warten und schauen was kommt. Ich bin 45 und alles fällt mir so schwer. Zum Schlafen brauche ich Tabletten und trotzem wache ich auf und grüble. Ihr geht es auch nicht gut, das sagen Freunde. Sie sagt auch sie würde lieber heute als morgen gehen, es gibt aber im Job noch was zu tun. Aber am Wochenende ist sie weg. Davor habe ich so Angst. Daß die Schlüssel da liegen und alle ihre Sachen weg sind. Sie sagt auch sie mag mich, sie will nicht, daß es mir schlecht geht, darum will sie auch alles packen wenn ich nicht da bin, daß ich es nicht sehe und nicht so zusammenbreche. Einen Teil hat sie schon mitgenommen ohne daß ich es gesehen habe. Ich war so enttäuscht, weil das so endgültig für mich ist. Bitte was kann ich tun, ich will mit ihr wieder glücklich werden. Glaubt ihr es gibt wirklich noch eine Chance- sie sagt Du hast Deine Chance - oder will sie mich damit nur beruhigen, daß es nicht so schlimm für mich ist. Ihre beste Freundin sagt, sie hätte viel mir ihr geredet und sie kann im Moment nicht anders. Sie hat sich entschlossen und zieht das jetzt durch. Sie sagt sie muß das für sich tun, weil sie auch so unglücklich ist. Ich wollte einen Neuanfang, habe alles versprochen und mich wirklich geändert. Aber sie sagt, es kommt auf sie an, ob das Gefühl wieder kommt oder nicht und ob man darauf aufbauen kann.
vor 1 Jahr veröffentlicht # -
Guten Tag «K»
Danke, dass Du Dich uns so offen anvertraust und über Deine Gefühle und Ängste schreibst. Ein Verlust den wir nicht wollen, dessen Sinn wir nicht sehen, kann tief schmerzen und uns im Innersten verunsichern. Tom Johanson, ein großer Philosoph unserer Zeit hat das so zusammengefasst:
«Die größte Angst des Menschen ist nicht zu bekommen was er will
und zu verlieren was er hat».Lieber «K» in Deinen Zeilen finden sich tiefe Aussagen und Fragen wie:
«Aber sie liebt mich nicht mehr / Helfen kann mir eigentlich niemand / Ich bin in ein Loch gefallen, aus dem ich kein Entkommen sehe / Ich will sie unbedingt zurück / Angst wenn sie weg ist / Was kann ich tun, ich will mit ihr wieder glücklich werden / wenn ich nur wüsste ob die Chance lebt / was tun um sie zurück zu bekommen»Gestatte mir, mit einem «Bild» auf Deine Fragen und Gedanken einzugehen.
Zug der Liebe
Betrachten wir einmal die Liebe als einen (Eisenbahn) Zug. Die Schienen auf denen der Zug fährt sind die beiden «Beteiligten». Beide Schienen (jede Schiene für sich) sind für die sichere Fahrt des Zuges wichtig. Die Frage, welche der beiden Schienen wichtiger ist, wäre unsinnig, denn nur gemeinsam wird aus zwei Schienen ein Geleise. Nur gemeinsam ermöglichen sie dem Zug die Fahrt. Wir sind uns einig, dass der Zug (die Liebe) nur auf zwei Schienen wirklich fahren kann. Sicher und ruhig fährt er erst, wenn beide Schienen in die gleiche Richtung und stetig nebeneinander verlaufen. Sind sie ganz nebeneinander? Nein, das würde sich für den Zug ja anfühlen, wie wenn er nur eine Schiene hätte und die Fahrt verunmöglichen. Beide Schienen sind sich zwar sehr nahe, verlaufen aber mit stabilem Abstand. Wie bleiben die beiden «autonomen», selbständigen Schienen, in diesem erforderlichen Abstand und ermöglichen so eine gleiche Richtung? Sie sind gegenseitig mit festen, tiefgehenden Schrauben verbunden und beide ruhen auf massiven Schwellen. So sind sie in einer «Beziehung». Genügt es wenn nur eine Schiene mit der Schwelle verbunden ist, nur eine Schiene dem Streckenverlauf folgt? Wohl kaum. Das gleiche gilt für die Schwellen, ihre Beziehung. Genügt mal eine stabilisierende Schwelle so alle paar Hundert Meter? Nein, beide Schienen, jeder für sich spürt und braucht die sichere Verbindung immer und immer wieder. Schwelle folgt Schwelle in gleichbleibenden, stabilen Abständen – das gibt Halt und Sicherheit. Hast Du während der Fahrt schon einmal runter auf die Schwellen geschaut? Wenn der Zug langsam fährt, kannst Du noch jede einzelne Schwelle erkennen. Je schneller der Zug fährt, umso näher scheinen sich die Schwellen zu kommen, bis es scheint, als ob da nur eine Schwelle wäre. Und dennoch, es bleiben unzählige in regelmäßigen Abständen. Der Schienenhalt wird also immer und immer wieder erhalten, gefestigt und ermöglicht.
Damit der Zug fahren kann braucht es zwei Schienen, feste Schrauben, massive verbindende Schwellen. Doch auf was ruht das Ganze? Auf einem gemeinsamen, tragenden Fundament aus Schotter und dem Bahndamm. Ist dies nun Garant um mit dem Zug das Ziel zu erreichen? Wie fühlt sich eine Schiene mit Linksdrall, die durch Schrauben und Schwellen immer wieder in gerader Richtung gehalten wird? Nehmen wir an, es wurde versehentlich eine langgezogene Linkskurven-Schiene verwendet – rechts liegt aber eine gerade Schiene. Eine der beiden muss sich nun permanent verbiegen um eine gemeinsame Spur zu ermöglichen. Wie lange dies gut gehen kann? Eine verbogene Schiene kann aus Ermüdung brechen oder die Schrauben der Beziehung und die Schwellen können den Linksdrall nicht länger aufhalten. Der Zug entgleist und kommt zum Stillstand.
Kurven – Kreuzungen - Weichen
Fährt ein Zug immer gleich schnell? Höchstens wenn es gerade aus geht… Kurven müssen langsamer befahren werden. Beide Schienen müssen sich biegen um eine Kurve zu ermöglichen. Will eine Schiene eigentlich lieber gerade aus weiter fahren, wird die Biegung wohl etwas unruhiger und so auch die Fahrt des Zuges. Fühlt sich eine der beiden Schienen im weiteren Streckenverlauf immer wieder gegen ihren Willen verbogen, wird sie auf die Länge ermüden und kann daran zerbrechen…Auch Kreuzungen sind unsichere Momente und können starkes Durchschütteln verursachen. Der Streckenverlauf wird mit anderen Schienen gekreuzt und dabei unruhig, unsicher, gestört. Bei einer Weiche entfernt sich die eine Schiene langsam von der anderen. Sie bleibt ihrem eigenen Spurverlauf treu. Der Abstand zwischen den beiden Schienen wird größer. Der gemeinsame Streckenverlauf verliert sich und muss aufgegeben werden. Die Weiche selber besteht aus verschiedenen Einzelstücken und ist dadurch ziemlich verwirrend. Die Fahrt muss auf alle Fälle gedrosselt werden und Vorsicht ist geboten. Weichen sind unsichere, unstabile Momente und können deshalb Angst machen. Beide Schienen benötigen und suchen bei einer Weiche trotz verwirrender Unterbrüchen und Veränderung eine stabile gegenüberliegende Schiene. So bleibt das Geleis erhalten und ermöglicht dem Zug die Fahrt.
Lieber «K» ich wollte Dir mit diesem Bild aufzeigen, dass wir alle Schienen sind. Mitmenschen geben uns Halt und ermöglichen dass wir Geleis bleiben. Unabhängig ob nun ein Personenzug oder Güterzug fährt. Das Leben braucht um lebendig und im Fluss zu bleiben ein Schienennetz. Wie lange eine Schiene auf der anderen Seite dem gleichen Streckenverlauf folgt, weiß kein Mensch. Wer kennt seinen Streckenverlauf schon am Anfange, kennt die Kurven, Kreuzungen und Weichen? Wir alle sehnen uns nach ruhiger, gemächlicher, angenehmer, geradliniger Fahrt. Wir machen die Erfahrung, dass Beweglichkeit und Lebendigkeit durch verschiedenartigen Streckenverlauf gefördert werden. Veränderungen bedeuten aber immer – eine Änderung des bisher gewohnten. Veränderung, Änderung sind dadurch immer mit Abschied verbunden. Sei es von Zielen, Vorstellungen, Wünschen, Absichten, Träumen, Idealen usw. Je angenehmer sich das Bisherige angefühlt hat, umso schwieriger fällt uns die Veränderung in etwas Unbekanntes, Neues. Um damit umgehen zu können, hat unser Körper das Instrument der Gefühle. Es hilft uns bei der Verarbeitung, beim Loslassen und beim Abschied nehmen. So können wir trotz Veränderungen gesund bleiben. Solche Lebensmomente fühlen sich schwer an. Sie können müde, traurig, Angst machen und zutiefst verunsichern. Manchmal ist es auch schwer, die Orientierung zu behalten, Halt zu finden und seinen Weg weiter zu gehen. Auf unseren Seiten findest Du verschiedene Möglichkeiten über Deine Gefühle und Gedanken zu sprechen und Dich auszudrücken. All dies sind wertvolle erste Schritte der Verarbeitung und Entlastung. Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Licht. Bei Fragen und Wünschen sind wir für Dich da.
Michaelvor 1 Jahr veröffentlicht #
Antwort
Du musst angemeldet sein, um einen Beitrag zu schreiben.