Zukunft – Persönliche, Gesellschaft, Natur, Menschheit
Alles hat Einfluss auf Dein Sein
Wie entstehen Zukunftsängste? Aus der persönlichen Stärke heraus? Nein. Meist sind sie das «Produkt» wiederkehrender, oder zahlreicher Selbst-Wert zerstörender Ereignisse, Erlebnisse. Dein Selbst-Bewusstsein, Deine Selbst-Sicherheit, Dein Glaube, Dein Vertrauen an Dich schwinden dabei langsam aber zunehmend. Dieser Prozess kann auch schleichend entstehen, ohne dass Du ihn anfänglich wahrnimmst, z.B. in einer Serie von Enttäuschungen, Fehlschlägen. Aus einem selbstsicheren Menschen, kann so nach und nach ein zweifelnder, sich hinterfragender und mit der Zeit seine Möglichkeiten und Chancen = Zukunft hinterfragender Mensch werden. Angst, Beklemmung, Bedrücktheit machen sich breit. Kennst Du solche Menschen?
Deine positive Lebensgrundeinstellung wandelt sich zunehmend in Skepsis, Kritik, Zweifel bis hin zur Negierung. Das Negative macht sich breit. Plötzlich nimmst Du, je länger je mehr, nur noch negative Schlagzeilen wahr. Alles Negative was um Dich passiert im Freundeskreis, im Beruf, in der Gesellschaft, ja in der Natur bestätigen Deine innersten Gefühle und Ängste - es hat eh alles keinen Sinn. Die schleichende «Depression» kann sich «einnisten». Und jetzt wieder die Frage: «Ist so ein Mensch krank? Braucht ein solcher Mensch einen Arzt oder Therapeuten?». So lange Deine Ängste, Deine Beklemmung, etc. Dich nicht so negativ beeinflussen, dass Dein Leben selbständig nicht mehr leben kannst oder Du körperlich gesundheitsspezifisch so starke negative Symptome spürst, dass sie durch einen Arzt behandelt werden müssen – nein.
Wie dieser Beispiel-Werdegang aufzeigt, ist es oft ein schleichender Prozess, manchmal über viele Jahre. Dieser kann auch schon in Deiner Jugend beginnen und setzt sich dann langsam fort, bis irgend ein Ereignis das «Fass zum überlaufen» bringt, z.B. Mobbing, eine Entlassung, Du wirst betrogen, eine Trennung/Scheidung, oder ein anderer schwerer Schicksalsschlag. Dein Kartenhaus, Deine Sicherheit bricht zusammen. Du hast das Gefühl vor dem Nichts zu stehen. Was brauchst Du in diesem Moment? Aufputschmittel, Aufheller, Psychopharmaka, eine Therapie? In den meisten Fällen benötigst Du all dies nicht. Du brauchst jemanden mit dem Du Deine Situation besprechen, betrachten, verstehen und verarbeiten kannst. Jemanden, der Dich und Deine Not, Deine Gefühle und Ängste sieht, Dich aus eigener Erfahrung und Erlebtem versteht und Dich als Mensch ermutigt und Dir Wege aus diesem Gefühls-/Emotional-chaos aufzeigt.
Dass Dich diese Situation unglücklich, traurig macht, Du Dich kraftlos, niedergeschlagen, matt fühlst, ist verständlich. Die Ereignisse, die Dich hierher geführt haben, machen Dich traurig wenn Du an sie denkst. Resignation – Enttäuschung – Frustration – Wut, etc. sind alles «Gesichter» der Trauer. Jeder Mensch kann einmal straucheln – vielleicht fällt er auch wiederholt – aus der Wiederholung kann ein «Muster» entstehen. Verstehst Du nun, dass ein Mensch so den Lebens-Mut, den Glaube an sich verlieren kann, die Lust verliert sich überhaupt wieder aufzuraffen?

