Trauer bei Verlust eines Menschen (Suizid….)

Die Intensität der Trauergefühle beim Verlust eines Menschen hängt sicher auch mit dem Grad der Nähe, Verbundenheit, die wir zum verstorbenen Menschen verspüren, ab. Oder auch, an wen erinnert uns dieser Mensch? «Das Sterben der Mutter meines Freundes zeigt mir auf – wie schwer mir der Gedanke fällt, dass meine Mutter auch eines Tages von mir geht…» (vorweggenommene, zukunftsgerichtete Trauer). Schwerwiegend und entsprechend auch die Notwendigkeit sie zu betrachten, sie aufzulösen sind: Schuldgefühle, Gewissensbisse betreffend des Sterbens der Person. Ganz speziell erwähnt sei hier der Verlust eines Menschen durch «Suizid». Hier entsteht sehr oft ein Gefühls-Chaos. Ohne echte Verarbeitung der Gefühle, ist hier das Risiko sehr hoch, dass wir… sehr lange, vielleicht gar den Rest unseres Lebens «Emotions-Restanzen» mit uns herumschleppen als schwerwiegende uns ausbremsende Alt-Lasten. Die können das Leben richtig schwer machen – verständlich, dass die Lebens-Leichtigkeit keine Chance mehr hat. Sehr ähnlich geht es da auch Menschen, von denen der Verstorbene aus heiterem Himmel «weggerissen» wird. Ich habe Menschen in Seminaren erlebt, die solche Alt-Lasten über Jahre, ja Jahrzehnte mit sich trugen und mit dieser Last, Neubeziehungen, das soziale Umfeld, das Berufsleben «belastet» haben und so sich immer weiter in eine Identitäts- und Sinnkrise manövriert haben. Verstehst Du nun meine Reaktionen, wenn ich jemand höre: «aber ich will das Alte lieber ruhen lassen, ich habe gelernt damit zu leben», oder «das Leben geht eh weiter» oder noch schöner «die Zeit heilt Wunden». Wenn dem so wäre – wären wir ja alle glücklich und würden vor Lebendigkeit nur so leuchten – ist das so?

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