Ich habe weder Trauer noch Schmerz,
ich habe nur eine Krise, ich weiß nicht weiter.

Bis man die Krise realisiert, sie spürt geht man einen Weg zu ihr. Der Weg zur Krise führt über Gefühle, negative, schwere Gefühle und Emotionen – sonst wäre es ja keine Krise sondern ein Glücksmoment im Leben. Der Weg zur Krise – umso länger er gedauert hat, lähmt oft unsere Empfindungen, oder z.B. die zahlreichen kleinen Verletzungen, Enttäuschungen auf diesem Wege haben uns «abgehärtet» richtiger wäre «verhärtet». Deshalb empfinden wir uns in der Krise oft leer, gefühllos, funktionierend, orientierungslos. Ich sehe keinen Ausweg mehr, weiß nicht was ich tun soll, alles was ich mache ist eh falsch, ich habe keine Zukunft, alles ist verloren. Solche und ähnliche Aussagen sind untrügliche Zeichen von tiefer Trauer. Eine Krise ist ein klares Signal zu handeln. Wir müssen was tun, wir müssen was verändern. Wer die Krise (Trauer) verdrängt, verdrängt das Leben, die Lebendigkeit, das Leben wird leer, fad, sinnlos.

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