Ich bin akut in der Krise – ich kann nicht mehr
Was soll ich tun
Beruhige DichIm Höhepunkt einer Krise wird man «blind», handelt man allenfalls «automatisch». Das konnte für unsere Vorfahren lebensrettend sein. Für uns heute, kann es aber dazu führen, dass das Chaos im schlechtesten Falle noch schlimmer wird. Also – beruhige Dich – atme tief durch. Mach etwas, wo Du aus Erfahrung weißt, dass es Dich beruhigt. Mache z.B. einen Spaziergang, gehe in den Wald, gehe Joggen/Walken, nimm ein Entspannungsbad, gehe ins Fitnessstudio, etc. (Suchtmittel im Übermaß wirken in solchen Momenten vorwiegend negativ – die Schwere wird eher noch schwerer, das Selbstmitleid nimmt gerne Überhand. Ein klarer Blick und klare Gedanken sind jetzt sehr wichtig). Damit Dir dies im Moment möglich ist (z.B. Partner, Kinder) – organisiere kurz, klar und JETZT, damit Du das was Dir jetzt gut tut, Du auch tun kannst. Sag z.B. ganz klar und bestimmt zu den Kindern: «bleibt für 2 Stunden bei der Freundin / Nachbarin / Oma, ich muss jetzt an die frische Luft und kurz für mich sein. Ich komme dann gleich wieder». Diese Klarheit – auch in einem schweren Moment, gibt auch dem Gegenüber «Halt und Sicherheit». Kinder finden dann wieder eher zu sich, sie wissen, ok – es geht Dir im Moment nicht gut, aber Du schaust zu Dir, machst etwas, das Dir gut tut – und damit geht es auch Ihnen anschließend eher besser – denn Du bist dann wieder etwas mehr bei Dir und hast Dich etwas gefasst.
Ordne Deine Gefühle und Gedanken
Was ist genau passiert? Wo stehst Du gerade? Wie sehen die Auswirkungen im Moment – im schlimmsten Falle aus? Wo siehst Du Möglichkeiten. Versuche «Ordnung» in Deine Gedanken und Gefühle zu bringen. Vielleicht hilft es Dir die Gedanken schriftlich festzuhalten - eventuell gestalterisch, damit die Zusammenhänge der verschiedenen Aspekte klarer ersichtlich werden. In solchen Momenten erscheinen uns die Auswirkungen meistens wesentlich gravierender und schlimmer als etwas später mit Abstand.
Drücke Dich aus
Eindrücke (Gefühle, Schmerz, Wut, Enttäuschung, etc.) müssen unbedingt ausgedrückt werden. So ent-lastest Du Dich. Du befähigst Dich wieder klare Gedanken fassen zu können. Deine Gefühle wieder klarer zuordnen und ordnen zu können. Du findest auf unserer Homepage verschiedene Möglichkeiten um Deine Gefühle ausdrücken zu können. Drücke Dich aus. Du kannst auch Deine Gefühle in einer Zeichnung darstellen.
All dies hilft Dir, den akuten, aktuellen Druck, den Schmerz, die Wut – einfach die starken Gefühle auszudrücken. Du fühlst Dich anschließend etwas leichter, eventuell wieder etwas «klarer».
Strukturiere, ordne was ansteht
Je nachdem WAS Dich gerade bewegt, aufwühlt, gibt es allenfalls Dinge, die Du jetzt sofort organisieren, neu ordnen, klären musst. Tue es jetzt. Das wirkliche TUN dessen was Du als erforderlich hältst, hilft Dir zusätzlich, die Situation «zu überblicken». Das kann Dir ebenfalls den «Boden» unter den Füßen festigen. Eventuell sind durch das Geschehene auch Mitmenschen in Deiner nächsten Nähe verunsichert, betroffen - z.B. Kinder. Das Organisieren und Erledigen was jetzt gerade ansteht, hilft Dir im Moment «den Kopf über Wasser zu halten, Klarheit zu behalten».
Spreche mit einer Person Deines Vertrauens
Spreche über das Vorgefallene, die Ereignisse und vor allem über Deine Gefühle, Bedenken, Ängste, Fragen. Nichts erdrückt mehr, als wenn solche in Deinem Kopf, Herzen hämmernde Gefühle niedergedrückt, abgewürgt werden. Wenn Du möchtest, kannst Du auch mit uns sprechen, ruf uns einfach an.
Tue was zu tun ist, gehe Deinen Weg
Wenn die Thematik die Dich beschäftigt, wiederkehrender Natur ist, kläre für Dich, was Du tun kannst, dass dies nicht mehr passiert – oder wenn das zu verhindern unmöglich ist – frage Dich, wie Du damit so umgehen kannst, dass es Dich künftig nicht mehr so aus der Fassung bringt. Oder: Kläre die Konsequenzen für Dich und Deine Zukunft, wenn Du verhinderst, dass dies nicht mehr vorfallen wird. Vielleicht musst Du dazu Dinge in Deinem Leben verändern, neu ordnen – welche Schritte sind dazu erforderlich? Kannst Du sie gehen? Welche Gründe hindern Dich daran – wie müsste es sein, dass Du z.B. die erforderlichen Veränderungen angehen kannst? Was brauchst Du dazu, was fehlt noch, wie/wo erhältst/findest Du, was jetzt noch fehlt. Je länger Du wiederkehrende schwere Themen nur «wegsteckst» ohne deren Ursache anzugehen, zu verändern, zu verbessern, zu verhindern – je länger verletzt Du Dich selber. Mit der Zeit kann auf diese Weise Dein Selbstwertgefühl, Dein Selbstvertrauen, Deine Identität Dich «aushöhlen». Der Weg in die Depression kann dadurch vorgezeichnet werden. Verhindere dies – sei der Architekt Deiner Zukunft.
Stärke Dich, bereite Dich vor
Lebensveränderungen, Lebenseinschnitte, Probleme, Krisen, Schicksalsschläge sind immer anstrengend und brauchen Kraft. Tue was für Deine körperliche, geistige und vor allem auch «seelische» Stärkung. Was tut Dir gut? Du findest wie erwähnt auf unseren Seiten verschieden Möglichkeiten des Ausdruckes. Im Forum kannst Du Dich auch mit anderen Menschen über Deine Thematik, Fragen und Gefühle austauschen. Weiter bieten wir Dir Beratungen, Begleitungen und verschiedene Seminare. Alles Formen von Stärkung, Festigung, Wege der Orientierung und zu neuer Lebendigkeit. Unsere Seminare sind strukturiert für verschiedenste Lebensthemen. Wenn Du Fragen hast oder mit uns über Deine Themen sprechen möchtest, rufe uns einfach an unter Telefon 0049 (0)8152 989 1015, oder vereinbare einen Beratungstermin. Du kannst uns auch eine Mitteilung im Kontaktportal schreiben. Wir sind für Dich da - schön dass Du uns gefunden hast.

